Wo wohnt das Lächeln

In einer Stadt am Fluss,
wenige Tage vor Vollmond,
begegne ich einem alten Mann,
dessen Zwillingsbruder vorausgeradelt ist.

Er hofft, Aurelie zu treffen,
kommt aus einer Stadt,
in der ich vor vierzig Jahren
Claudine zu treffen hoffte.

Licht löffelt Dunkelheit
aus den Gassen; am Fluss
lassen sich die Wolken
von Wellenrillen kitzeln.

«In der Liebe brauchst du
nichts zu tun», sagt der alte Mann,
«und doch tun wir
es immer wieder.»